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Der transformierende Raum

Die neue Reihe der transformierende Raum macht die Kölner St. Gertrud Kirche zum Instrument. Performance & Klang-Künstler Holger Maik Mertin verzichtet dabei auf „normale“ Instrumente – die außergewöhnliche Architektur und Akustik von Sankt Gertrud ist quasi das Instrument. Der transformierende Raum bietet eine Plattform für die Beschäftigung und Suche nach nachhaltigen Kunstformaten – denn was ist nachhaltiger, als den uns unmittelbar umgebenden Raum als Ressource und Instrument zu nutzen.

Die Reihe bewegt sich stilistisch in den Bereichen Unplugged Klang & Performance-Kunst, zeitgenössischem Tanz und Musik-Performance. Dieser Ansatz fußt in einem transdisziplinären Performance-Konzept, in dem einzelne Raum-Bereiche zu eigenständigen Sub-Instrumenten werden. Bodenbereiche, Fensterflächen, Wände, das Schwingen der Luft und auch RaumObjekte wie Bänke und Stühle werden zu Instrumenten. Auf ‚normale’ Instrumente wird bewusst verzichtet. Dabei bewegt sich Mertin im Raum und bespielt neben dem musikalischen auch den tänzerischen ‚Raum‘. Neben Solo Performances, gibt es transdisziplinäre Klein-Ensembles mit Musikern, Performance-Künstlern, und auch Nicht-Künstlern (Architekten, Philosophen). Der thematische und atmosphärische Zusammenhalt der Performances ergibt sich aus der besonderen Berücksichtigung der Gegebenheiten von St. Gertrud.

St. Gertrud wurde durch den Architekten Gottfried Böhm 1960 entworfen und in den Jahren 1962 bis 1965 erbaut. 1967 erhielt Böhm für den Bau im Stil des Brutalismus mit seinen asymmetrischen Formen und der Ausführung in Beton den Kölner Architekturpreis. In diesem Jahr feierte der Architekt seinen 100. Geburtstag.


„DRUMS AND MORE“

„Drums And More“, das ist Aktion und Interaktion, temperamentvolles Zusammenspiel und passioniertes Aufeinandertreffen. Das Publikum wird Teil einer kreativen Podiumsdiskussion. Alles ist möglich. Der Konzertbesuch wird zum vollends stimulierenden Erlebnis.

Seit 2009 lade ich Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Kunst ein, um mit ihnen in ein offenes, nicht vorformuliertes Zwiegespräch zu treten.

Der gemeinsame Spaß am Spielen und das spontane Entwickeln neuer Ideen im Live-Kontext sind der Ausgangspunkt, der immer wieder für überraschende und spannende Ergebnisse sorgt.

Zu meinem Instrumentarium zählen Handpan, Gongs, Overtonedrum, oder Waterphone, sowie auch Alltagsgegenstände und die mich in der Performance umgebenden Fußböden und Oberflächen. Die Umgebung wird dadurch zu einem Instrument, das ich aufgrund der immensen Freiheit und der großen Gestaltungsmöglichkeiten sehr mag.

„Drums And More“ weckt als Konzertreihe die musikalische Abenteuerlust. Sowohl auf der Bühne, als auch und beim Publikum.


Bisherige Gäste

Jaki Liebezeit (Can), AnnenMayKantereit, Milan Sládek (Pantomime), Hayden Chisholm (Saxophon) & Echo Ho (Electronics), das Ballett des Theaters Pforzheim, Jonas Burgwinkel (Schlagzeug), Eberhard Kranemann (Ex-‚Kraftwerk‘), Sebastian Studnitzky (Trompete, electronics), Liron Man (Hang), DJane Marcelle (Electronics), Paul Shigihara (Gitarre), Ali Haurand (Kontrabass), Justyna Niznik (Barockgeige), Kirvem Davul Zurna (ost-anatolische Musik), Roland Peil (Perkussion), Maria Jonas (Gesang), Martin Sasse (Klavier), Florian Ross (Klavier), Matthias Hautsch (Gitarre), Qualitätsdada (Dada-Performance), Rick Kam & Phuong Tuong (Tanz), Nina Patrizia Hänel & Philine Herrlein (Tanz), Raphael Mürle (Figurentheater), Klaus Marquardt Geige), Christoph Neuhaus (Gitarre)