Statements

STATEMENTS

Meine Statements

Intention

Soziologisch betrachtet, ist die Anordnung des Raums selbst prozesshaft. Denn wir reproduzieren ihn kontinuierlich durch unsere räumliche Handlungspraxis und durch unsere Verknüpfung des Raums mit unseren Wahrnehmungen, Vorstellungen und Erinnerungen. Mit der Reproduktion des Raums reproduzieren wir gleichzeitig unsere sozio-ökonomischen, kapitalistischen Strukturen und damit gleichsam unsere Entfremdung von unserer Lebenswelt. Durch die Bespielung des Raums und meines Körpers während der multidimensionalen Performance irritiere ich, breche Erwartungen, Vorstellungen und Erinnerungen des Publikums und überrasche es, da ich ihm alternative Handlungsmuster anbiete, anstatt durch eine überkommene Praxis den Raum zu reproduzieren.

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Indem ich den Raum bespiele, verweigere ich ihm seine herkömmliche, kontinuierliche Reproduktion und damit gleichsam die Reproduktion der Entfremdung von der Lebenswelt. Vielmehr öffne ich einen Imaginationsraum durch meine multidimensionale Performance, der die Flucht aus dem entfremdeten Raum in eine künstlerisch gestaltete Raumvision ermöglicht. Der Imaginationsraum wiederum symbolisiert die Vielfalt alternativer Lebensstile und Gesellschaftsordnungen, die durch eine Veränderung der habituellen Handlungspraxis und des kapitalistischen Dispositivs möglich wären.

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Gleichzeitig enthält meine multidimensionale Performance Transformationsprozesse auf verschiedenen Ebenen von der Verwandlung von Bewegung in Klang und wiederum in Tanz, von der Übertragung von Universalspieltechniken von Musikinstrumenten auf den Raum, weitere Gegenstände und meinen Körper bis zur Umsetzung einer ursprünglichen Idee in künstlerisches Handeln sowie durch ihre Inter- und Transdisziplinarität. Diese künstlerischen Transformationsprozesse verweisen auf die Möglichkeit gesamtgesellschaftlicher Transformationsprozesse.

Meine Multidimensionale Performance zeichnet sich durch Minimalismus und Sparsamkeit aus, weil außer dem Raum als Instrument und mir selbst als Resonanzkörper und einiger weniger Schlagerzeuger keine weiteren Instrumente oder technischen Hilfsmittel benötigt werden. Wenn Sparsamkeit als Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln selbst eine Transformation von Ressourcen bedeutet, symbolisiert sie ein Charakteristikum der nachhaltigen Moderne.

Daher eignet sich meine multidimensionale Performance beim Publikum ebenfalls, Reflexionsprozesse auszulösen, ihren Lebensstil sparsamer, minimalistischer, achtsamer, gemeinwohlorientierter und nachhaltiger zu gestalten. Die Nachhaltigkeit meiner Kunst ermöglicht ihr also eine Aussage über die Kunst zur Nachhaltigkeit zu treffen.

Text in Kooperation mit Holger Stoltenberg Lerche.

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Multidimensionale Performance

Physikalisch betrachtet findet meine multidimensionale Performance in der vierdimensionalen Raumzeit statt. Die drei räumlichen Dimensionen und die Luft als Trägermedium des Schalls sowie Körper im Raum an denen sich der Schall bricht, sind notwendige Voraussetzungen, damit meine Klangerzeugung überhaupt wahrnehmbar wird.

Das Fortschreiten der Zeit als vierte Dimension der Raumzeit ist eine ebenso notwendige Bedingung der Möglichkeit einer jeglichen Performance. Jegliche Kunstperformance, jegliches menschliche Handeln muss innerhalb dieser physikalischen Dimensionen geschehen, um möglich zu sein und wahrgenommen werden zu können. Darüber hinaus wird in meiner multidimensionalen Performance der Raum selbst zum Instrument.

Mit Bodenreibern, Peitschen-Schlägeln und teilweise auch anderen Akteuren bespiele ich den Raum als solchen selbst. Seinen Boden, seine Wände und seine Decke halten eine Vielzahl unterschiedlicher Oberflächen zur Klangerzeugung bereit ohne weitere Perkussionsinstrumente zu benötigen. Außerdem dient auch mein eigener Körper als Resonanzkörper zur Klangerzeugung im Sinne der Body-Percussion.

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Die Klangerzeugung prädeterminiert die Bewegungen im Raum, auf vorhandenen Gegenständen sowie an meinem Körper. Gleichzeitig sind meine klangerzeugenden Bewegungen tänzerisch, wobei mein selbsterzeugter Rhythmus auch meine Tanzbewegungen bestimmt. Ich transformiere Bewegungen in Klang, der wiederum meine Bewegungen zu Tanzbewegungen transformiert. So verschmelzen der Raum, mein Körper und die Bewegungsabläufe zu einer untrennbaren, interdependenten Einheit einer multidimensionalen Performance.

Ein elementarer Teil meines künstlerischen Schaffens beschäftigt sich mit der philosophischen Reflexion meines Handelns auf und jenseits der Bühne. Ich hoffe auch meinem Publikum durch meine multidimensionale Performance einen Zugang zu einer abstrakten Reflexionsebene ihres Handelns zu eröffnen.

Text in Kooperation mit Holger Stoltenberg Lerche.

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Statement von Raphael Martens

Ein Statement von Raphael Martens
(ein langjähriger Wegbegleiter & Freund)

Die Klang / Rhythmus Performance von Holger Mertin

Holgers künstlerische Arbeit ist schon seit seinen frühesten musikalischen Gehversuchen davon geprägt, bestehende Formen und Regeln immer wieder zu hinterfragen, Grenzen zu umgehen und andere Ausdrucksformen zu finden, um den unstillbaren Durst nach „Antworten“ für sich gerecht zu werden!

Antworten auf Fragen; wie „funktioniert“ Non-Verbale-Kommunikation, gibt es so etwas wie eine universelle Sprache – einen intuitiv verstandenen Ausdruck, was macht die Sprache mit uns auf der Handlungsebene, sowie Antworten auch auf Fragen in politischer, gesellschaftlicher und sozioökonomischer Hinsicht!

Mit seiner Art der Musik-Performance hat Holger einen Weg gefunden, bestehende musikalische Rahmen und Ausdruckformen zu erweitern, neue Elemente hinzuzufügen und andere in einem neuen Blickwinkel zu zeigen. Er lädt das Publikum dazu ein nicht nur das passive zuhörende Element zu sein, sondern
sich als Teil einer Gesamtperformance zu fühlen, um sich dann mitunter auch als aktive Akteure wiederzufinden! (⇒ Lautsphäre / Bodyperkussion)

Es ist immer wieder spannend zu hören und zu sehen mit welch vielfältigem Ausdruck selbst eine einfache Räumlichkeit allein an akustischen Reizen aufwartet, wenn Holger diese künstlerisch bearbeitet.

Genau dieser andere Blickwinkel auf Vorhandenes, vielleicht auch Triviales, inspiriert dazu bestehende Formen und Rahmen (ob materiell oder imaginär), selbst zu hinterfragen, um nicht doch noch andere Qualitäten zu entdecken.

– Raphael Martens –

Unterbrechung doppelter Satzbeginn.

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Meine Statements

Daher bin ich Blindtext. Und zwar von Geburt an. Obwohl es lange gedauert hat, bis ich das begriffen habe. Und was es bedeutet, ein blinder Text zu sein. Daher hat man keinen Sinn. Somit wirke ich hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Entsprechend wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin abschließend ich deshalb ein schlechter Text? Und ich weiß, dass ich nie eine Chance haben werde. Zum Beispiel im Stern zu erscheinen. Aber bin ich darum weniger wichtig? Und ich bin blind! Aber ich bin gerne Text. Daher sollten Sie mich jetzt tatsächlich zu Ende lesen. Dann habe ich etwas geschafft, was den meisten normalen Texten nicht gelingt.

Meine Statements

Denn es ist wirklich ein hartes Los, Blindtext zu sein. Üblicherweise fülle ich lediglich einen Raum. Und zwar mit Buchstaben. Aber eigentlich fühle ich mich zu Höherem berufen. Somit will ich ein besonderer Blindtext sein. Und ich will Ihnen im Gedächtnis bleiben. Daher sollen Sie Ihren Enkeln von mir erzählen. Somit dem Blindtext, den Sie seinerzeit lasen und der Sie fesselte. Und zwar mehr als zum Beispiel viele Bücher. Im Gegensatz dazu alle, die Sie sich bis dahin gekauft hatten. Soviel nur um dann festzustellen, dass Sinntext für Sie auch nicht mehr Sinn ergab. Als ein Blindtext, wie ich es bin. Und zwar welch eine Enttäuschung!

Meine Statements

Somit ist es doch sicherlich viel besser. Und zwar von vornherein darauf vorbereitet zu sein. Nämlich dass der Text, dem man gleich seine Aufmerksamkeit schenken wird. Indes absolut keinen Sinn ergibt. Weil er gar nicht dazu vorgesehen ist, einen Inhalt zu transportieren. Daher Blindtexte sollen nun mal Text nur darstellen. Aber bin ich aufgrund deshalb weniger wert? Somit sagen Sie ehrlich Ihre Meinung. Beziehungsweise finden Sie, dass ich keine Daseinsberechtigung habe? Und zwar nur weil ich aufgrund keinen Sinn ergebe? Somit ist es doch immerhin gelungen, Sie bis hierher zu fesseln. Daher lesen Sie ja immer noch. Daher bin ich stolz! Weil es geglückt ist, was viele Texte vor mir nicht vermochten. Und zwar echtes Interesse des Lesers. Daher danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Bindewörter

Aber abgesehen davon abgesehen von. Abschließend alldieweil allerdings als dass als wenn also anderenteils. Andererseits andernteils anders ausgedrückt anders formuliert . Anders gefasst anders gefragt anders gesagt anders gesprochen. Anfänglich anfangs angenommen anschließend anstatt dass auch. Wenn aufgrund auf jeden Fall aufgrund aus diesem Grund, außer dass es. Außer wenn außerdem ausgenommen außer dass wenn beispielsweise. Besser ausgedrückt besser ausgedrückt besser formuliert besser gesagt. Besser gesprochen bevor beziehungsweise bloß, dass dabei dadurch. Dafür dagegen daher dahingegen danach dann darauf darüber hinaus. Darum das heißt das heißt dass davor dazu dementgegen dementsprechend. Demgegenüber demgemäß demzufolge denn dennoch dergestalt. Des Weiteren deshalb dessen ungeachtet desto desungeachtet deswegen. Doch dort drittens ebenfalls ebenso wie ehe einerseits einesteils endlich. Entsprechend entweder erst falls ferner folgerichtig folglich fürderhin.

Bindewörter

Genauso wie geschweige denn hierdurch hierzu hingegen im Folgenden. Im Gegensatz dazu im Grunde genommen immerhin in diesem Sinne indem. Indes indessen infolge infolgedessen insofern insoweit inzwischen schließlich. Seit seitdem so dass so dass sobald sodass sofern sogar solang solange somit. Sondern sooft soviel soweit sowie sowohl statt stattdessen überdies übrigens. Umso mehr als umso mehr als umso weniger als umso weniger als unbeschadet dessen. Und zwar ungeachtet dessen unter dem Strich während währenddessen während. Währenddessen weder wegen weil weiter weiterhin, wenn wenngleich wennschon. Wennzwar weshalb widrigenfalls wiewohl wobei wohingegen zudem zufolge zuletzt. Zum Beispiel zumal zuvor zwar zweitens.

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